12/14/2015

Heutzutage sind der Jugend keine Grenzen mehr gesetzt. Es scheint, als könne jeder seine Träume leben und sich selbst verwirklichen. Eine perfekte Welt mit Menschen mit DEM Stil, DEN Kochkünsten, DEM Leben - zumindest im World Wide Web. Alle perfekt, aber auf ihre Weise doch irgendwie alle gleich.
Wenn ich in der Schule Texte vorgelegt bekomme, über bedeutende Schriftsteller und Philosophen, ist immer die Rede von den revolutionären Ideen und Werken, die sie der Welt geschenkt haben. Heute habe ich das Gefühl ist das gar nicht mehr so einfach. Alles existiert ja irgendwie schon. Es gibt in Deutschland kaum gesellschaftliche Grenzen, denen es zu entfliehen gilt, wie es die Anhänger des Sturm und Drangs ihrer Zeit taten. Wenn jetzt aber trotzdem jeder Hans und jeder Franz bedeutungsvoll sein will und versucht sich mitzuteilen, (warum? weil man das jetzt so macht!) fällt doch irgendwie alles in eine bedeutungsvolle Belanglosigkeit und es ist niemand mehr da, der zuhört.

Ich finde es wirklich schwierig zwischen all den weißen Instagram Accounts und gesponserten Karibikreisen, den Wunsch zu unterdrücken, das alles auch zu wollen.
Ist es zu hochgegriffen, zu behaupten, dass die Jugend von heute verbindet gerade nicht verbunden sein zu wollen? Keiner ist mehr Mainstream, alle sind jetzt Selbstverwirklicher, Poster, Kommentierer und Tweeter. Ich selbst auch.
All das obwohl uns "Findet Nemo" doch beigebracht hat, dass es manchmal von Vorteil ist mit dem Strom zu schwimmen, Dude!




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