1/20/2017

Unsere Lodge am Kwando River, ist wieder direkt am Fluss gelegen. Hier schläft man allerdings in Bungalows.
Um 15 Uhr ging es zum ersten Gamedrive, der sich nach ersten Bedenken, als super spektakulär entpuppte. Im Norden Namibias ist momentan Regenzeit und es ist das erste Mal nach 1,5 Jahren wieder viel Regen gefallen. Dadurch ist die komplette Steppe sehr grün und bewachsen und die Tiere unglaublich schwer zu finden.
Bei diesem Gamedrive war das genauso und als wir einen Jungen einzelnen Elefanten entdeckten, folgten wir ihm in den Busch, um ihn besser sehen zu können. Nach kurzer Zeit hörten wir laute Rufe und er machte sich auf den Weg in Richtung seiner Familie. Wir fuhren hinterher und konnten verfolgen, wie die Rufe immer eindringlicher wurden. Als wir und das Junge die Mutter und ein weiteres Junges aus kurzer Ferne erreicht hatten, wurden die Rufe zu regelrechtem Schreien und Löwengebrüll mischte sich unter. Für einen Augenschlag sah man einen Löwenpo im Gebüsch verschwinden und die aufgebrachte Elefantenmama stürmte gefolgt von ihren Jungen hinterher. Die Situation entwickelte sich zu einer Verfolgungsjagd zwischen Löwen und Elefanten, wobei zu unserer Verwunderung die Löwen die Gejagten waren und die Elefanten die Jäger. Unser Guide fuhr über Büsche und umgekippte Bäume, um nah am Geschehen zu bleiben und uns vielleicht einmal einen längeren Blick auf die Löwen zu ermöglichen. Angekommen bei einer Lichtung schlossen sich die drei Elefanten einer großen Gruppe Artgenossen an, die an einem Wasserloch tranken. Wir konnten erkennen, dass es sich bei den Löwen um drei junge Männchen handelte, die nun erschöpft im Grad lagen. Einmal kamen sie den Elefanten noch näher, bevor sie sich ins Dickicht schlugen und verschwanden. Die Elefantenherde reagierte sofort mit ohrenbetäubenden Rufen und bildete einen Ring, der die Jungtiere umschloss, um diese zu schützen.
Live bei so einer Situation dabei gewesen zu sein, war ein unvergessliches Erlebnis und es war toll zu sehen, wie sehr die Elefanten ihre Jungen beschützen und dabei zusammenhalten.

Als wenn das nicht genug gewesen wäre, entdeckte unser Guide dann auch noch auf dem Rückweg einen Jungen Leoparden, der auf einem Termitenhügel hockte. Leoparden sind unglaublich schwer zu finden, da sie sehr scheu und nachtaktiv sind. Außerdem sind sie durch ihr Fell sehr gut getarnt und ich musste zwei Mal hingucken, bevor ich ihn gesehen habe. Einen Leopard in freier Natur habe ich noch nie gesehen und damit habe ich nun alle Fünf der Big Five zusammen :)
So konnte das Jahr mit gutem Gewissen zu Ende gehen, denn abends feierten wir in 2017 herein.
Ich muss zugeben, dass bei mir keine wirkliche Silvesterstimmung aufkam und ich lieber bei meinen Freunden zu Hause gewesen wäre, aber Eins geht ja leider nur.

Übermorgen verlassen wir Namibia und es geht nach Botswana!

Die Lodge





Wildlife














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