2/05/2017

Am Flughafen in Kasane wurden wir nach kurzer Wartezeit von einem Shuttleservice abgeholt und an die botswanische Grenze gebracht. Ausreise Botswana, Einreise Simbabwe und weiter ging es nach Victoria Falls. Den Anreisetag nutzen wir, um endlich mal wieder die Sonne am Pool zu genießen und die Safari Lodge zu besuchen. Am darauffolgenden Tag ging es dann zu den Fällen. Es gibt auf simbabwischer Seite einen Fußweg mit 16 Aussichtspunkten, den wir mit Regencapes bewaffnet abliefen. Der Sambesi hat wegen beginnender Regenzeit kein Hochwasser und so waren die Fälle auch nicht auf ihre volle Größe ausgeweitet. Das hatte aber den Vorteil, dass man die Fälle wenigstens sehen konnte. Zu anderer Jahreszeit strömen nämlich derartige Wassermassen die 100 Meter hohe Steinwand hinab, dass man durch die Gischt nichts sieht und der Weg im Dauerregen liegt.

Am dritten und damit letzten Tag haben meine Eltern mich mit einem Hubschrauberflug über die Fälle überrascht, weil sie wussten, dass ich so etwas schon immer mal machen wollte. Auch wenn das Unternehmen bei dem Spaß natürlich gehörige Touripreise aufruft, kann ich das nur empfehlen, denn wenn die Fälle nicht schon vom Boden aus imposant sind, dann sind sie es von oben erst recht! Es ist wirklich ein atemberaubendes Naturspektakel und ich bin so dankbar, das einmal im Leben gesehen zu haben.

Mittwoch klingelte unser Wecker dann sehr früh, da wir uns vorgenommen hatten, vor unserem Rückflug noch an einem Lionwalk teilzunehmen. Dabei macht man einen Spaziergang mit zwei Jungen Löwen, die mit Menschen aufgewachsen sind. Dabei unterstützt man das Löwen ...projekt. Dieses Projekt besteht aus drei Stationen. In der Ersten werden Löwen in einer Aufzucht geboren und mithilfe der Eltern und Menschen großgezogen. Bis zu einem Alter von 18 Monaten begleiten sie dann die Lionwalks und erlernen langsam das Jagen. Danach kommen sie in Station zwei, die ein großes umzäuntes Gebiet darstellt, in dem die Tiere kaum noch Fütterung von den Menschen erhalten und selbst jagen müssen. Die Löwen, die derartigen Menschenkontakt hatten, werden ihr restliches Leben in Station zwei verbringen und ihr eigenes Rudel bilden. Lediglich die Jungen, die dort geboren werden, werden nie Kontakt mit Menschen haben und können damit ausgewildert werden, um die Löwenpopulation wieder aufzustocken. Station drei sind dann also zum Beispiel Nationalparks, in denen sie in die freie Wildnis entlassen werden.
Einem wilden Tier so nah sein zu können, war eine einmalige Erfahrung, auch wenn man sich natürlich bewusst machen muss, dass man niemals den Respekt vor ihnen verlieren darf.

Danach ging unser Flug zurück nach Windhoek und nach sechsstündigem Aufenthalt dort und einem weiteren Besuch bei Ocean Basket, ging es weiter nach Frankfurt.

Es war mal wieder eine wunderschöne Reise mit unvergesslichen Momenten und ich bin mir sicher, dass das nicht mein letztes Mal in Afrika war, da es mich immer wieder aufs Neue fasziniert und inspiriert!




Lionwalk












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